Was wir anstreben, uns wichtig ist und wofür wir stehen

Inhaltsdeklaration für Haut- und Haarpflegeprodukte: verständlich, ehrlich, komplett

Wenn wir mal ehrlich sind, kennen nicht mal wir FriseurInnen alle Inhaltsstoffe in den vielen Haut- und Haarpflegeprodukten.

 

Wie denn auch, bei über 12.000 Stoffen und Zusatzstoffen? Tja, wie soll der Endverbraucher wissen, was nun gut für ihn ist und was nicht?
Uns NaturfriseurInnen ist es wichtig, Mensch und Natur zu stärken und zu schützen, deshalb setzen wir uns ganz klar für eine verständliche,
ehrliche und komplette Inhaltsdeklaration ein.

  • Verständlich bedeutet für uns: in der jeweiligen Landessprache
  • Ehrlich und komplett heißt: alle Inhaltsstoffe ohne Untergrenze

Eine ehrliche und ausführliche Beratung über Kosmetik-Inhaltsstoffe bekommst du bei den (Natur-)FriseurInnen deines Vertrauens.

Zukunftsorientiertes, ganzheitliches Ausbildungskonzept „NaturfriseurIn“ in der FriseurInnenausbildung

Unser Ziel ist es, das zukunftsorientierte, ganzheitliche Ausbildungskonzept „NaturfriseurIn“ im FriseurInnenhandwerk zu etablieren.

 

In unseren Beruf haben wir über die Jahre hin festgestellt, dass sich die Ausbildung im FriseurInnenhandwerk überwiegend einseitig weiterentwickelt hat. Was sehr schade ist, denn Stagnation heißt letztlich Rückschritt.

Wir wünschen uns für unser Handwerk und unseren Beruf eine zukunftsorientierte Entwicklung, die ökologisch und nachhaltig bereits in der Ausbildung beginnt. Die rückläufigen Zahlen im Bereich der Ausbildung sprechen eine eindeutige Sprache. Es gibt eine deutlich verringerte Anzahl von Auszubildenden, dazu eine hohe Quote von Auflösungen der Ausbildungsverträge, dadurch eine Zusammenlegung oder sogar die Streichung von Berufsschulklassen.

Und dann wäre da noch die Imagefrage des FriseurInnenberufes. Mal ganz ehrlich: Wir werden in der Öffentlichkeit doch sehr selten als kompetente Fachleute in Sachen Haut und Haar wahrgenommen, oder?

Was heißt für uns zukunftsorientierte Entwicklung?
Für das Ausbildungskonzept stellen wir uns die ganzheitliche Sichtweise der NaturfriseurInnen-Ideologie als Grundlage vor, in die bestehende Ausbildungsinhalte eingefügt werden. Dies sehen wir als eine Bereicherung für unser FriseurInnenhandwerk und keinesfalls als konkurrierenden Weg.

Jungen Menschen, die sich für den Friseurberuf entscheiden, sollte die Wahlmöglichkeit geboten werden, wie sie ihre Prüfung absolvieren möchten: als konventionelle FriseurIn oder als NaturfriseurIn. Dabei muss beides mit einem staatlich anerkannten Abschluss verbunden sein. So könnten selbstständige NaturfriseurInnen jungen Menschen die Ausbildung im FriseurInnenhandwerk in ihrem Betrieb ermöglichen.

Uns ist bewusst, dass dies nicht sofort umgesetzt werden kann. Die notwendigen Schulungen und die Weiterbildung der BerufsschullehrerInnen und Prüfungskommissionen ist sicherlich Voraussetzung dafür.

2018 ist die nächste Novellierung der Ausbildungsschwerpunkte und Prüfungsinhalte in Deutschland. Wir haben also keine Zeit mehr zu verlieren.

Wir sind überzeugt, dass sich durch die Erweiterung der Ausbildungsinhalte auf der Basis des ganzheitlichen Ausbildungskonzepts „NaturfriseurIn“ zwangsläufig die Qualität der Ausbildung im FriseurInnenhandwerk steigen und die Kompetenz der Auszubildenden erhöhen wird.

Nachhaltiger Gesundheits- und Umweltschutz im FriseurInnenhandwerk

Täglich gelangen, meist ohne dass viel darüber nachgedacht wird, weltweit Tonnen von gesundheits- und umweltgefährdenden Stoffen in die Gewässer und Meere. Dabei werden Flora und Fauna geschwächt und langfristig vergiftet, auch durch die im Friseurbereich verwendeten Produkte.

Außerdem sind FriseurInnen und KundInnen bei Verwendung herkömmlicher Kosmetikprodukte und Reinigungsmittel zum Teil einer großen gesundheitlichen Belastung ausgesetzt.

Wissenschaftler aus der ganzen Welt sind sich einig: Wenn nicht sofort eine Änderung des Konsumverhaltens erfolgt, droht das ganze Ökosystem zusammenzubrechen.

Naturfriseure setzen aus diesem Wissen heraus ein sinnvolles Handeln im FriseurInnenhandwerk um, indem sie Entscheidungen aus einer Haltung der Wertschätzung und Dankbarkeit für alles Leben heraus treffen und mit den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten dieses schönen Berufes vereinen.

So ist es für NaturfriseurInnen eine Selbstverständlichkeit, nur mit Produkten und Arbeitsweisen zu arbeiten, die frei sind von gesundheits- und umweltbelastenden Inhaltsstoffen.
NaturfriseurInnen stehen Menschen, die sich für eine gesunde, nachhaltige Schönheit entscheiden, beratend zur Seite.
Von dieser bewussten Entscheidung profitieren letztendlich alle, Mensch und Natur.

Projekte, die die Natürlichkeit unseres Lebens unterstützen

Wie wir es anpacken möchten

 

Wir haben eine klare Vision. Dieser Vision sollen Win-win-Entscheidungen vorangehen.

So werden wir mit unserem Wissen um Nachhaltigkeit Mitmenschen bei verschiedensten Projekten dafür begeistern, mitzuwirken und selbst Verantwortung zu übernehmen.

WENIGER IST MEHR ist dabei ein wichtiger Leitsatz, um frei von übermäßigem Kommerz zu werden. Das schont die Umwelt und spart sogar Geld.

VERRINGERT ODER VERGRÖßERT UNSER TUN DIE NACHHALTIGKEIT AUF DIESER ERDE?
Diese Frage begleitet uns bei unseren Projekten, denn wir tragen Verantwortung für unser Handeln.

Wir sind Sprachrohr für mutige und weniger mutige Menschen. Wir werden die Möglichkeiten von Petitionen, Vorträgen und Workshops nutzen und uns dabei anlehnen an die Erfahrungen unserer Vorfahren aus vielen Jahrhunderten.

Viele Ideen schlummern bereits in unseren Köpfen und warten nur darauf, sie mit Menschen,
denen positive Gefühle durch bewusstes Handeln im Alltag ein Anliegen ist, zu teilen.

Wir profitieren alle davon.

Minderung der Gefahrklasse (BGW) bzw. Vergütung (AUVA) bei konsequenter Verwendung von zertifizierten Naturkosmetikprodukten für die Haut- und Haarpflege

Unsere Forderung nach Minderung der Gefahrklasse für konsequent mit zertifizierten Haut- und Haarpflegeprodukten arbeitenden NaturfriseurInnen ist wahrscheinlich auf lange Sicht nicht erfüllbar, was allerdings nicht ausschließt, dass wir es trotzdem für möglich halten.

Ob in der Deutschen Berufsgenossenschaft (BGW) oder der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) in Österreich, stets ist das Wasser oder besser gesagt die „Feuchtarbeit“ als das größte Hau(p)tproblem definiert.

Von fast allen Experten, von Dermatologen und auch in Hautblogs, Foren usw. wird die Meinung ganz stark vertreten, dass das Wasser und nicht die gesundheitsgefährdenden Inhaltsstoffe zu den Hauterkrankungen und Allergien führt.

Wir als BBF können dies so nicht nachvollziehen, geschweige denn akzeptieren.

Für uns sind es die gesundheits– und umweltbedenklichen Inhaltsstoffe, die nichts auf der Haut von KundInnen und FriseurInnen zu suchen haben.

Manche von diesen Inhaltsstoffen sind im Gefahrstoffverzeichnis zu finden, werden aber trotzdem in Haar- und Hautkosmetik eingesetzt.

Das entzieht sich jeglicher Logik, und dies wollen wir so weder tolerieren noch akzeptieren!

Von jedem/jeder FriseurunternehmerIn, egal ob in Deutschland oder im europäischen Ausland, wird ein umfangreiches Gesundheitsmanagement für alle MitarbeiterInnen gefordert. Dazu gehören Hautschutzpläne, Gefährdungsbeurteilungen, jährliche Unterweisungen bis hin zur Handschuhpflicht – inzwischen bereits zwei Paar Handschuhe übereinander. Da stellt sich doch eigentlich die Frage, ab wann wir drei Paar Handschuhe überstreifen müssen, um uns vor sämtlichen Gefährdungen zu schützen, die auch von den Latex- bzw. Vinylhandschuhen ausgehen können.

Die Liste ist lang, mit denen sich ein Selbstständiger gegenüber Berufsgenossenschaften und der Kosmetikindustrie absichern muss.

Denn eins wird bei diversen Schulungen immer betont: Die alleinige Verantwortung für alle MitarbeiterInnen liegt ganz allein bei den FriseurunternehmerInnen selbst.

Für uns als BBF fängt Verantwortung für ein ehrliches und konsequentes Gesundheitsmanagement mit der Überprüfung der INCI-Liste der Haut- und Haarpflegeprodukte an. Diese Kontrolle und die damit verbundene Meidung bedenklicher Inhaltsstoffe minimiert die Belastung für MitarbeiterInnen am Arbeitsplatz und natürlich auch jene der KundInnen.

Dieses bewusste Handeln würde eine Minderung der Gefahrklasse (BGW) bzw. eine angemessene Vergütung im Rahmen der AUVA-Beitragsgebarung in unseren Augen durchaus rechtfertigen.